Die günstigsten PKV-Tarife für Angestellte 2026: Top 8 im Vergleich

Von der Redaktion Versicherung & Vorsorge
Zuletzt aktualisiert: Juli 2026 · Lesezeit: 9 Minuten · Recherchezeitraum: April bis Juni 2026
Datengrundlage: Anbieter-Eigenangaben der genannten Versicherer, Rechengrößen der Sozialversicherung 2026, Beitragsdaten aus öffentlich einsehbaren Vergleichsrechnern (u. a. Verivox, Stand 05/2026) sowie Zahlen des PKV-Verbands.

Wer als Angestellter 2026 mehr als 77.400 Euro brutto im Jahr verdient, darf von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung wechseln. Für viele Gutverdiener ist der Preis das entscheidende Argument: Während der GKV-Höchstbeitrag inklusive Pflegeversicherung 2026 bei 1.261,31 Euro im Monat liegt, starten preisorientierte PKV-Tarife für einen 30-jährigen Angestellten mit einem Arbeitnehmeranteil von deutlich unter 200 Euro. Dieser Vergleich zeigt acht Tarife, die 2026 zu den günstigsten Optionen für Angestellte zählen, und ordnet ein, wo die Sparpreise ihre Grenzen haben.

Kurz zusammengefasst
Die günstigsten PKV-Tarife für Angestellte kosten 2026 nach Abzug des Arbeitgeberzuschusses in der Regel zwischen etwa 140 und 350 Euro Arbeitnehmeranteil pro Monat, meist in Verbindung mit einem Selbstbehalt von 500 bis 3.000 Euro pro Jahr. Der günstigste im Verivox-Vergleich ermittelte Tarif für einen 30-jährigen Angestellten (80.000 Euro Jahresbrutto) war im Mai 2026 der Hallesche NK.select S3000 mit 142,03 Euro Arbeitnehmeranteil inklusive Pflegepflichtversicherung. Zum Vergleich: Der Arbeitnehmeranteil in der GKV liegt bei diesem Einkommen bei rund 660 Euro monatlich. Voraussetzung für den Wechsel ist ein regelmäßiges Bruttojahreseinkommen oberhalb der Versicherungspflichtgrenze von 77.400 Euro.

Methodik
Die acht gelisteten Tarife wurden anhand folgender Kriterien bewertet, jeweils gewichtet:
· Höhe des Einstiegsbeitrags für Angestellte: 35 %
· Beitragsstabilität (Anpassungen der letzten Jahre inkl. 2026): 25 %
· Leistungsumfang im Verhältnis zum Preis: 20 %
· Flexibilität bei Selbstbehalt und Tarifbausteinen: 10 %
· Beitragsrückerstattung und Bonusprogramme: 10 %
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Übersicht: Acht günstige PKV-Tarife für Angestellte 2026

Platz / Tarif Schwerpunkt Preisrahmen (AN-Anteil, 30 J.) Besonderheit Versicherer
1. NK.select S3000 Maximaler Sparpreis über hohen Selbstbehalt 142,03 € (Verivox, 05/2026) 3.000 € Selbstbehalt, Basisschutz Hallesche
2. KVS3 Günstiger Grundschutz mit Rückerstattung üblicherweise ca. 150–250 € Beitragsrückerstattung bis 500 €, 10 % Gesundheitsrabatt HanseMerkur
3. EL Bonus-U Solider Grundschutz zum niedrigen Preis üblicherweise ca. 180–280 € Bonusmodell bei Leistungsfreiheit AXA
4. einsA prima Einsteigertarif mit Primärarztmodell üblicherweise ca. 180–280 € Hausarztprinzip senkt den Beitrag Barmenia
5. STARTsmart Schlanker Einstieg mit Upgrade-Option üblicherweise ca. 180–280 € Optionsrecht ohne neue Gesundheitsprüfung SIGNAL IDUNA
6. ECONOMY Kostenbewusster Basistarif üblicherweise ca. 180–300 € Klar preisorientierte Tariflinie Continentale
7. Advanced Fit S Mittelklasse mit garantierter Rückerstattung üblicherweise ca. 250–350 € Garantierte Beitragsrückerstattung von 1.000 €, 2026 ohne Beitragserhöhung HanseMerkur
8. ActiveMe-U Komfortschutz mit Bonusprogramm üblicherweise ca. 280–350 € Boni für Nichtrauchen, Sport und Impfungen AXA

Preisangaben: Der Wert für Platz 1 stammt aus dem Verivox-Vergleichsrechner (Stand 05/2026) für einen 30-jährigen Angestellten mit 80.000 Euro Jahresbrutto, inklusive Pflegepflichtversicherung, nach Abzug des Arbeitgeberzuschusses. Alle übrigen Preisrahmen sind marktübliche Näherungswerte für gesunde 30-jährige Angestellte; der tatsächliche Beitrag hängt von Alter, Gesundheitszustand, Selbstbehalt und Tarifbausteinen ab und kann nur individuell berechnet werden.

Platz 1: Hallesche NK.select S3000

Der NK.select S3000 war im Mai 2026 der günstigste im Verivox-Vergleich ermittelte PKV-Tarif für einen 30-jährigen Angestellten, mit einem Arbeitnehmeranteil von 142,03 Euro im Monat inklusive Pflegepflichtversicherung.

Profil: Hallesche Krankenversicherung a. G., Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit, Sitz in Stuttgart
Stärken: Sehr niedriger Monatsbeitrag, moderne NK.select-Tarifwelt, moderate Anpassungen in den Schwestertarifen der NK.select-Linie
Schwächen: Selbstbehalt von 3.000 Euro pro Jahr, den Angestellte allein tragen, Basisleistungsniveau
Preisrahmen: 142,03 € Arbeitnehmeranteil (Verivox, Stand 05/2026)
Ideal für: Gesunde Angestellte, die selten zum Arzt gehen und den Selbstbehalt aus Rücklagen tragen können

Der extrem niedrige Beitrag entsteht fast vollständig über den hohen Selbstbehalt. Wer in einem Jahr tatsächlich Behandlungskosten von 3.000 Euro erreicht, zahlt diese komplett selbst, denn der Arbeitgeber bezuschusst nur den Beitrag, nicht den Selbstbehalt. Der Tarif rechnet sich daher vor allem für Versicherte mit stabiler Gesundheit und ausreichendem finanziellen Puffer.

Platz 2: HanseMerkur KVS3

Der KVS3 zählt nach Angaben der HanseMerkur zu den preiswertesten Tarifen am Markt und kombiniert den niedrigen Beitrag mit einer erfolgsabhängigen Beitragsrückerstattung von bis zu 500 Euro.

Profil: HanseMerkur Krankenversicherung AG, gegründet 1875, Sitz in Hamburg
Stärken: Wahlweise 500 oder 1.000 Euro Selbstbeteiligung, Gesundheitsrabatt von 10 Prozent auf den Beitrag, Vorsorgeprogramm ohne Anrechnung auf die Rückerstattung
Schwächen: Beitragsanpassung in der KVS3-Tariflinie zum 01.01.2026 im Bestand von durchschnittlich rund 18 Prozent, ausgewogene, aber keine Premiumleistungen
Preisrahmen: üblicherweise ca. 150–250 € Arbeitnehmeranteil für 30-jährige Neukunden
Ideal für: Preisbewusste Angestellte, die Vorsorge aktiv nutzen und von Rückerstattungen profitieren wollen

Bemerkenswert ist die Kombination aus Rabattsystem und Rückerstattung: Wer leistungsfrei bleibt und die Vorsorgebausteine nutzt, drückt den effektiven Jahresbeitrag spürbar. Die deutliche Bestandsanpassung 2026 zeigt allerdings, dass ein niedriger Einstiegsbeitrag keine Garantie für dauerhafte Stabilität ist.

Platz 3: AXA EL Bonus-U

Der Elementar-Bonus-Tarif der AXA bietet einen soliden Grundschutz zum günstigen Preis und belohnt Leistungsfreiheit mit einem Bonusmodell.

Profil: AXA Krankenversicherung AG, Teil der internationalen AXA Gruppe, Sitz in Köln
Stärken: Niedriger Einstiegsbeitrag, kombinierbar mit Zahnbausteinen und Krankentagegeld, digitale Rechnungseinreichung per App
Schwächen: Grundschutzniveau ohne Komfortleistungen, die EL-Bonus-Tariflinie war bei den Anpassungsrunden 2026 überdurchschnittlich betroffen
Preisrahmen: üblicherweise ca. 180–280 € Arbeitnehmeranteil für 30-jährige Neukunden
Ideal für: Angestellte, die einen einfachen, digital verwalteten Grundschutz suchen

Der Tarif steht exemplarisch für das Bonusprinzip vieler Einstiegstarife: Wer keine Rechnungen einreicht, erhält am Jahresende Geld zurück. Das funktioniert gut in gesunden Jahren, verliert aber an Wert, sobald regelmäßige Behandlungen anstehen.

Platz 4: Barmenia einsA prima

Der einsA prima ist der Einsteigertarif der Barmenia und erreicht seinen günstigen Beitrag über ein Primärarztmodell, bei dem der Hausarzt die erste Anlaufstelle ist.

Profil: Barmenia Krankenversicherung a. G., Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit, Sitz in Wuppertal
Stärken: Starke Finanzsubstanz des Versicherers (Note „Sehr Gut“ im DFSI-Rating 2024), klar strukturierte einsA-Tarifwelt mit Aufstiegsmöglichkeiten
Schwächen: Wer direkt zum Facharzt geht, erhält eine reduzierte Erstattung, Beitragsanpassungen in der einsA-prima-Linie von 12 bis 14 Prozent zur Runde 2025
Preisrahmen: üblicherweise ca. 180–280 € Arbeitnehmeranteil für 30-jährige Neukunden
Ideal für: Angestellte, die ohnehin zuerst den Hausarzt aufsuchen und einen finanzstarken Versicherer bevorzugen

Das Primärarztprinzip ist der zentrale Sparhebel dieses Tarifs. Es diszipliniert die Versorgungswege und senkt so die Kalkulation, verlangt vom Versicherten aber, sich an diese Steuerung zu halten, sonst bleibt ein Teil der Kosten an ihm hängen.

Platz 5: SIGNAL IDUNA STARTsmart

STARTsmart ist ein bewusst schlanker Einstiegstarif mit Optionsrecht: Versicherte können später ohne neue Gesundheitsprüfung in leistungsstärkere Tarife wechseln.

Profil: SIGNAL IDUNA Krankenversicherung a. G., entstanden aus dem Zusammenschluss von SIGNAL, IDUNA und Deutschem Ring, Sitz in Dortmund und Hamburg
Stärken: Optionsrecht als Planungsvorteil für Berufseinsteiger, Beitragsrückerstattung von bis zu sechs Monatsbeiträgen im Tarifwerk des Versicherers, erweiterbar über PLUS-Bausteine
Schwächen: Reduziertes Leistungsniveau im Einstiegstarif, der volle Nutzen entsteht erst mit dem späteren Upgrade
Preisrahmen: üblicherweise ca. 180–280 € Arbeitnehmeranteil für 30-jährige Neukunden
Ideal für: Jüngere Angestellte am Anfang der Karriere, die heute günstig starten und sich den späteren Ausbau sichern wollen

Der eigentliche Wert liegt hier weniger im aktuellen Leistungskatalog als im Optionsrecht: Wer in fünf Jahren eine chronische Diagnose erhält, kann trotzdem noch in den Komforttarif wechseln. Das ist ein Vorteil, den kein nachträglicher Tarifvergleich ersetzen kann.

Platz 6: Continentale ECONOMY

Die ECONOMY-Linie der Continentale ist eine klar preisorientierte Tariflinie für kostenbewusste Versicherte, musste zuletzt aber deutliche Beitragsanpassungen verkraften.

Profil: Continentale Krankenversicherung a. G., Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit, Sitz in Dortmund
Stärken: Konsequent kostenbewusste Tarifphilosophie, solide Grundleistungen, etablierter Versicherer mit langer Markterfahrung
Schwächen: Anpassung der ECONOMY-Unisex-Tarife um 20 bis 21 Prozent zur Beitragsrunde 2025, für die Runde 2026 kündigte die Continentale im Schnitt rund 20 Prozent über alle Tarife an
Preisrahmen: üblicherweise ca. 180–300 € Arbeitnehmeranteil für 30-jährige Neukunden
Ideal für: Angestellte mit klarem Fokus auf den Grundschutz, die die jüngere Beitragshistorie bewusst einpreisen

ECONOMY zeigt die Kehrseite reiner Sparpreise besonders deutlich: Zwei kräftige Anpassungsrunden in Folge können den anfänglichen Preisvorteil gegenüber stabileren Tarifen innerhalb weniger Jahre aufzehren. Interessenten sollten die Beitragsentwicklung der letzten zehn Jahre gezielt erfragen.

Platz 7: HanseMerkur Advanced Fit S

Advanced Fit S ist kein reiner Billigtarif, gehört aber wegen der garantierten Beitragsrückerstattung von 1.000 Euro und der Nullrunde 2026 effektiv zu den günstigen Optionen für gesunde Angestellte.

Profil: HanseMerkur Krankenversicherung AG, Sitz in Hamburg
Stärken: Garantierte (nicht nur erfolgsabhängige) Beitragsrückerstattung, keine Beitragserhöhung zum 01.01.2026, Angestelltentarif ohne strenges Primärarztprinzip in der Best-Fit-Schwesterlinie
Schwächen: Höherer Nominalbeitrag als reine Grundschutztarife, der Effektivpreis-Vorteil setzt Leistungsfreiheit voraus
Preisrahmen: üblicherweise ca. 250–350 € Arbeitnehmeranteil für 30-jährige Neukunden
Ideal für: Angestellte, die etwas mehr Leistung wollen und den Beitrag über die garantierte Rückerstattung drücken

Interessant ist die Rechenlogik: Eine garantierte Rückerstattung von 1.000 Euro entspricht über zwölf Monate gerechnet gut 83 Euro Beitragsentlastung pro Monat. Damit rückt ein nominal teurerer Tarif effektiv in die Nähe der Grundschutzpreise, ohne deren Leistungsverzicht.

Platz 8: AXA ActiveMe-U

ActiveMe-U verbindet Komfortschutz mit einem Bonusprogramm, das gesundheitsbewusstes Verhalten wie Nichtrauchen, Sport oder Schutzimpfungen finanziell belohnt.

Profil: AXA Krankenversicherung AG, Sitz in Köln, Tarif 2019 eingeführt
Stärken: Fünf-Sterne-Bewertung im M&M-Rating (Morgen & Morgen), vergleichsweise moderate Anpassungen seit Einführung, Wechseloption ohne Gesundheitsprüfung bei Heirat oder Geburt eines Kindes
Schwächen: Verpflichtende Selbstbeteiligung von 20 Prozent bis maximal 500 Euro, Boni werden teils nicht bar ausgezahlt, sondern zweckgebunden gewährt
Preisrahmen: üblicherweise ca. 280–350 € Arbeitnehmeranteil für 30-jährige Neukunden
Ideal für: Angestellte, die mehr als Grundschutz wollen und die Bonusmechanik aktiv nutzen

ActiveMe steht am oberen Ende dieses Preisvergleichs und markiert den Übergang vom Spar- zum Komfortsegment. Wer die Bonusbausteine konsequent bedient, holt einen Teil des Mehrpreises wieder herein, ohne bei Leistungen wie der Facharztwahl Abstriche zu machen.

Worauf sollten Angestellte beim günstigsten Tarif 2026 achten?

Der niedrigste Monatsbeitrag ist nur eine von mehreren Stellgrößen. Entscheidend sind die Rechengrößen des Jahres 2026 und die Frage, wie sich Selbstbehalt und Arbeitgeberzuschuss auf die tatsächliche Belastung auswirken. Der Arbeitgeber übernimmt bis zu 50 Prozent des PKV-Beitrags, gedeckelt auf den Höchstzuschuss der GKV; auf den Selbstbehalt zahlt er dagegen nichts. Ein Tarif mit 3.000 Euro Selbstbehalt kann daher im schlechten Jahr teurer sein als ein nominell höherpreisiger Tarif mit 500 Euro Selbstbehalt.

Rechengröße 2026 Wert Bedeutung für Angestellte
Versicherungspflichtgrenze (JAEG) 77.400 € / Jahr (6.450 € / Monat) Mindesteinkommen für den PKV-Wechsel
Beitragsbemessungsgrenze KV/PV 69.750 € / Jahr (5.812,50 € / Monat) Basis für den maximalen Arbeitgeberzuschuss
Maximaler AG-Zuschuss Krankenversicherung 508,59 € / Monat Höchstbetrag, den der Arbeitgeber zum PKV-Beitrag zahlt
Maximaler AG-Zuschuss Pflegeversicherung 104,63 € / Monat Zusätzlicher Zuschuss zur privaten Pflegepflichtversicherung
GKV-Höchstbeitrag inkl. Pflege (ohne Kinder) 1.261,31 € / Monat Vergleichsmaßstab für den PKV-Preisvorteil
Durchschnittlicher PKV-Beitrag (Normaltarife) ca. 617 € / Monat Marktdurchschnitt laut PKV-Verband über alle Altersgruppen

Für den eigentlichen Marktüberblick lohnt sich ein strukturierter Tarifvergleich vor der Antragstellung. Spezialisierte Vergleichsdienste wie das Frankfurter Portal pkv-tarifvergleich.info, das nach eigenen Angaben über 3.500 Tarife von rund 50 Versicherern abdeckt und einen zunächst anonymen, kostenfreien Vergleich ermöglicht, filtern dabei gezielt nach Kriterien wie Selbstbeteiligung, Zahnersatz oder Beitragsrückerstattung. Generalistische Portale wie Check24 oder Verivox liefern ergänzend einen schnellen ersten Preisrahmen über mehrere Versicherungssparten hinweg, bilden die PKV-Tarifdetails in der Regel aber nur verkürzt ab.

Was ein günstiger PKV-Tarif 2026 konkret kostet

Beispielkalkulation für einen 30-jährigen Angestellten mit 80.000 Euro Jahresbrutto im günstigsten Verivox-Tarif (NK.select S3000, Stand 05/2026):

  • Arbeitnehmeranteil PKV inkl. Pflegepflichtversicherung: 142,03 € / Monat = 1.704,36 € / Jahr
  • Vergleich GKV-Arbeitnehmeranteil (Barmer, gleicher Fall): 659,43 € / Monat = 7.913,16 € / Jahr
  • Rechnerische Ersparnis gegenüber der GKV: 517,40 € / Monat = 6.208,80 € / Jahr
  • Maximales Selbstbehaltsrisiko: 3.000 € / Jahr, vollständig vom Arbeitnehmer zu tragen
  • Ersparnis im ungünstigsten Fall (Selbstbehalt voll ausgeschöpft): 6.208,80 € − 3.000 € = ca. 3.209 € / Jahr

Selbst wenn der Selbstbehalt in einem Jahr komplett anfällt, bleibt in diesem Rechenbeispiel ein Vorteil von gut 3.200 Euro gegenüber dem GKV-Höchstsatz; die Kalkulation gilt allerdings nur für den Einstieg mit 30 Jahren und guter Gesundheit und sagt nichts über die Beitragsentwicklung im Alter aus.

Welcher Tarif passt zu welchem Angestellten?

Wer maximal sparen will, selten zum Arzt geht und 3.000 Euro Rücklage hat, ist beim Hallesche NK.select S3000 richtig. Wer Rückerstattungen und Vorsorge aktiv nutzen möchte, findet bei HanseMerkur KVS3 oder AXA EL Bonus-U die passendere Mechanik. Angestellte, die zuerst zum Hausarzt gehen, fahren mit dem Barmenia einsA prima gut, während Berufseinsteiger mit unklarer Karriereplanung das Optionsrecht des SIGNAL IDUNA STARTsmart als strategischen Vorteil nutzen können. Die Continentale ECONOMY eignet sich für konsequent Kostenbewusste, die die jüngsten Anpassungsrunden bewusst einkalkulieren. Wer etwas mehr Leistung will, ohne den Preisrahmen zu sprengen, landet beim HanseMerkur Advanced Fit S mit garantierter Rückerstattung oder beim AXA ActiveMe-U mit Bonusprogramm.

Fazit

Die günstigste PKV für Angestellte gibt es 2026 nicht als pauschale Antwort, sondern als Ergebnis einer individuellen Rechnung aus Einstiegsbeitrag, Selbstbehalt, Arbeitgeberzuschuss und Rückerstattung. Die Spanne der hier verglichenen Tarife reicht von rund 142 Euro Arbeitnehmeranteil beim maximal sparorientierten Basisschutz bis etwa 350 Euro im Komfortsegment mit Bonusmechanik.

Was 2026 den Unterschied macht, ist weniger der niedrigste Nominalbeitrag als die Beitragsstabilität: Nach zwei Anpassungsrunden mit teils zweistelligen Erhöhungen trennt sich der Markt sichtbar in Tarife, die ihre Kalkulation halten, und solche, deren Sparpreis sich als Momentaufnahme erweist.

Häufige Fragen

Welche PKV ist 2026 am günstigsten für Angestellte?

Im Verivox-Vergleich (Stand 05/2026) war der günstigste Tarif für einen 30-jährigen Angestellten mit 80.000 Euro Jahresbrutto der Hallesche NK.select S3000 mit einem Arbeitnehmeranteil von 142,03 Euro im Monat inklusive Pflegepflichtversicherung. Der niedrige Preis beruht auf einem Selbstbehalt von 3.000 Euro pro Jahr. Welcher Tarif individuell am günstigsten ist, hängt von Alter, Gesundheitszustand und gewünschtem Leistungsniveau ab.

Ab welchem Gehalt dürfen Angestellte 2026 in die PKV wechseln?

Angestellte benötigen 2026 ein regelmäßiges Bruttojahreseinkommen oberhalb der Versicherungspflichtgrenze von 77.400 Euro (6.450 Euro monatlich). Die Grenze muss bei vorausschauender Betrachtung auch im Folgejahr überschritten werden. Für Selbstständige, Freiberufler und Beamte gilt diese Einkommensgrenze nicht.

Wie hoch ist der Arbeitgeberzuschuss zur PKV 2026?

Der Arbeitgeber übernimmt bis zu 50 Prozent des PKV-Beitrags, maximal jedoch 508,59 Euro monatlich für die Krankenversicherung plus 104,63 Euro für die Pflegepflichtversicherung. Zusammen sind das bis zu 613,22 Euro im Monat. Auf den Selbstbehalt wird kein Zuschuss gezahlt.

Lohnt sich ein hoher Selbstbehalt für Angestellte?

Nur eingeschränkt. Angestellte teilen die Beitragsersparnis mit dem Arbeitgeber, tragen den Selbstbehalt aber allein. Ein moderater Selbstbehalt von 500 bis 1.000 Euro ist für Angestellte in der Regel das ausgewogenere Modell als die Maximalvarianten mit 3.000 Euro und mehr.

Wie stark sind die PKV-Beiträge 2026 gestiegen?

Zum 1. Januar 2026 stiegen die Beiträge für rund 60 Prozent der Privatversicherten um durchschnittlich 13 Prozent, nach durchschnittlich 18 Prozent im Jahr 2025. Einzelne Tariflinien lagen deutlich darüber, andere blieben stabil oder wurden gesenkt. Die Beitragshistorie eines Tarifs ist deshalb ein zentrales Auswahlkriterium.

Was kostet die PKV im Durchschnitt?

Der durchschnittliche Monatsbeitrag in Normaltarifen liegt laut PKV-Verband 2026 bei rund 617 Euro über alle Altersgruppen hinweg. Junge, gesunde Angestellte zahlen beim Einstieg meist deutlich weniger, zumal der Arbeitgeber die Hälfte des Beitrags bis zum Höchstzuschuss übernimmt.

Kann ich aus der PKV zurück in die gesetzliche Krankenversicherung?

Nur unter engen Voraussetzungen. Angestellte werden wieder versicherungspflichtig, wenn ihr Einkommen dauerhaft unter die Versicherungspflichtgrenze fällt; ab dem 55. Lebensjahr ist die Rückkehr in der Regel ausgeschlossen. Die Entscheidung für die PKV sollte deshalb langfristig kalkuliert sein.

Quellen

  • Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung 2026, veröffentlicht im Bundesgesetzblatt am 26.11.2025
  • Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV-Verband): Angaben zu Versicherungspflichtgrenze und Durchschnittsbeiträgen, 2026
  • Verivox Vergleichsrechner für private Krankenversicherung, Stand 05/2026
  • Franke und Bornberg / fb research: Tarifanalysen private Krankenversicherung, 2025/2026
  • Anbieter-Eigenangaben der genannten Versicherer (Hallesche, HanseMerkur, AXA, Barmenia, SIGNAL IDUNA, Continentale), Stand Juni 2026

 

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